Die Informationsseite für Kreuzottern von Kurt Orth

Erwerb von Kreuzottern


Bei meinem diesjährigen Besuch eines recht gut besetzten Kreuzotter- Lebensraumes musste ich leider feststellen, dass zur gleichen Zeit jemand die Biotope absuchte und die Schlangen einfing.
Abgesehen davon, dass der Fang der Kreuzottern verboten ist, haben die gefangenen Tiere keine Überlebensaussichten in Gefangenschaft. Selbst die im Herbst von diesen Kreuzottern geborenen Jungvipern werden zum größten Teil sterben, da sie durch den Stress der Mutter vorgeschädigt sind.


Der verantwortungsbewusste Terrarianer wird aus diesen Gründen keine Wildfangtiere erwerben. Wie soll nun jemand erkennen, ob die Kreuzottern Wildfänge sind oder von Wildfängen abstammen?
Bei adulten oder semiadulten Tieren ist die Sache noch relativ einfach, die Tiere sind in ihrem zutraulichen Verhalten einfach von Wildfängen zu unterscheiden. Schwieriger wird die Sache bei Jungtieren. Wer sicher sein will, echte Nachzuchten zu erwerben, darf nur Tiere kaufen, die vor dem Monat Juli geboren wurden. Durch die Temperaturbedingungen im Terrarium werden hier die Jungen etwa zwei Monate früher wie im Freiland geboren.

Um bestmögliche Bedingungen für das Überleben der Kreuzottern zu schaffen, werde ich meine Nachzuchten ab jetzt erst nach drei bis vier Häutungen weitergeben. Durch diesen Mehraufwand wird sich der Preis etwas erhöhen, der Käufer erhält dadurch aber Tiere, welch schon gut gewachsen und stabil sind. Frisch geborene Kreuzottern vertragen den Stress durch Transport und Standortwechsel offensichtlich bedeutend schlechter.


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